Award 'Katalog des Jahres 2026'

Crosschannel-Ansätze bei Katalogen schwächeln

von Joachim Graf

18.02.2026 Bei den B2B-Katalogen sinkt die durchschnittliche Bewertung der Anbindung an den Onlineshop auf den Wert des Jahres 2022, wie aus der Auswertung der Einreichungen zum Award 'Katalog des Jahres 2026' hervorgeht. Auch bei den Digitalkatalogen und den B2C-Katalogen gibt es schlechtere Noten.

 (Bild: Pixabay/ kaboompics)
Bild: Pixabay/ kaboompics
Das hat sich aus einer Analyse der Einzelbewertungen sämtlicher Kataloge ergeben, die für den Award 'Katalog des Jahres 2026' eingereicht worden waren. Schlechtere Durchschnittsnoten vergab die Jury bei der Vernetzung des Katalogs mit dem jeweiligen Onlineshop. Hier schnitten die Digitalkataloge am besten ab. Bei den für EndverbraucherInnen gemachten (B2C-)-Katalogen ist eine gute ECommerce-Anbindung seit Jahren Pflicht. Dennoch hat sich hier die Durchschnittsnote zum zweiten Mal in Folge verschlechtert - von 2,4 im Jahr 2024 auf jetzt 2,8.

Bei den B2B-Katalogen hingegen war nach vier Steigerungsjahren in Folge nun eine schlechtere Benotung bei der Crosschannel-Benotung zu vermelden. Im Schnitt bewertete die Jury diesen Punkt bei B2B-Katalogen mit der Note von 3,0 (Vorjahr 2,58).

Award Katalog des Jahres - Entwicklung der Jury-Durchschnittsnote im Bereich
Award Katalog des Jahres - Entwicklung der Jury-Durchschnittsnote im Bereich (Grafik: neuhandeln.de)


Schwerer tun sich die Katalog produzierenden ECommerce-Unternehmen in ihrer Mehrheit traditionell mit der Einbindung von Online-Mehrwerten wie Blogs, Videos, 3D-Modellen oder Preisvergleichsrechnern in ihre Kataloge. Im B2B-Business schneiden die Kataloge des aktuellen Jahrgangs allerdings besser ab als im Vorjahr. Mit einer Durchschnittsnote von 3,2 landeten die B2B-Kataloge dieses Jahr wieder in der Nähe des "Befriedigend". Im Vorjahr war es nur ein "Ausreichend".

Award Katalog des Jahres - Entwicklung der Jury-Durchschnittsnote im Bereich
Award Katalog des Jahres - Entwicklung der Jury-Durchschnittsnote im Bereich (Grafik: neuhandeln.de)


Auch die B2C-Kataloge des aktuellen Katalogjahrgangs kassierten von den Jurymitgliedern mit 3,5 die zweitschlechteste Bewertung bei der Vernetzung mit Onlinemehrwerten seit fünf Jahren. Offenbar führen wirtschaftlich schwierige Zeiten auch im Endverbrauchenden-Katalogmarkt dazu, dass die Katalogproduzierenden aus Kostengründen digitalen Zusatzcontent eher als 'nice to have' statt als 'must have' einschätzen.

Schlechte Noten vergab die Jury den eingereichten Digitalkatalogen für ihre Vernetzung mit Onlinemehrwerten - beziehungsweise für das Fehlen derselben. Obwohl es besonders einfach ist, aus einem Digitalkatalog zur FAQ, zum Onlinevideo oder zum 3D-Objekt zu verlinken - oft fehlten solche Zusatzangebote. Hier macht sich offensichtlich die Unflexibilität der verwendeten Standard-Entwicklungstools deutlich bemerkbar.

Zum 25. Mal küren Neuhandeln.de und Versandhausberater in Zusammenarbeit mit dem BEVH die besten deutschsprachigen Kataloge. Die Jury, bestehend aus ausgewiesenen Digital-, Crosschannel-Commerce- und KatalogexpertInnen, hat jeden der eingereichten B2C-, B2B- und Digitalkataloge auf Herz und Nieren geprüft. Gesponsert wird der Award 'Katalog des Jahres' von Burda Druck.   

Die Jury


Die vollständige Auflistung der Shortlists und der Gewinner des 'Katalog des Jahres'-Awards finden Sie in Ausgabe 9/2026 vom Versandhausberater, dem Premiumdienst von neuhandeln.de. Wenn Sie sich kostenlos auf neuhandeln.de/premium registrieren, erhalten Sie diese Ausgabe kostenlos per Post zugeschickt.

Award-Preisverleihung 'Katalog des Jahres'

Die Preisverleihung findet statt am Mittwoch, den 24.2.2026, online ab 15 Uhr auf neuhandeln.de/webinar.

 (Bild: Hightext Verlag)
Bild: Hightext Verlag

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