Recht

OLG-Urteil zu KI-Chatbots: Warum Retailer ihre KI-Beratung stärker kontrollieren müssen

15.06.2026 - Das OLG Hamm sieht die Aussagen eines KI-Chatbots als Teil der Unternehmenskommunikation. Für HändlerInnen steigt damit das Risiko fehlerhafter Produkt- und Serviceauskünfte. Gefragt sind künftig kontrollierte Wissensdatenbanken, klare Zuständigkeiten und ein engeres Monitoring der KI-Systeme.
von Dominik Grollmann
 (Bild: Pixabay/ herbinisaac)
Bild: Pixabay/ herbinisaac
Wer in den vergangenen Tagen die Diskussion um ein Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm   verfolgt hat, konnte den Eindruck gewinnen, der Einsatz von KI-Chatbots auf Unternehmenswebsites stehe vor dem Aus. Von "neuer Abmahnfalle" ist die Rede, manche warnen bereits vor unkalkulierbaren Haftungsrisiken: Unternehmen könnten künftig für jede falsche KI-Antwort belangt werden, Chatbots würden zum juristischen Pulverfass und der sichere Einsatz generativer KI im Kundenkontakt praktisch unmöglich.

Solche Szenarien klingen dramatisch - greifen aber zu kurz.

Denn das OLG Hamm hat weder KI-Chatbots grundsätzlich infrage gestell

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