Prognose

Online wächst wieder: IFH Köln erwartet bis zu 5,7 Prozent Wachstum

von Dominik Grollmann

12.12.2025 Der B2C-Onlinehandel in Deutschland gewinnt 2025 weiter an Dynamik. Nach Einschätzung des IFH Köln wächst der Markt trotz schwieriger Rahmenbedingungen deutlich und entwickelt sich in vielen Branchen besser als der stationäre Handel.

 (Bild: Midjourney / Michaela Noherr)
Bild: Midjourney / Michaela Noherr
Der B2C-Onlinehandel in Deutschland wird 2025 um 2,7 bis 5,7 Prozent wachsen und damit ein Marktvolumen von bis zu 110 Milliarden Euro erreichen. Zu dieser Einschätzung kommt das IFH Köln   in seinem "Branchenreport Onlinehandel 2025". Damit bestätigt das Handelsinstitut die Prognose des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel    (bevh), der erst gestern ein Umsatzplus von 2,9 Prozent für das laufende Weihnachtsquartal vorhergesagt hat und damit erstmals seit Jahren wieder von einer stabilen Entwicklung berichtet (siehe neuhandeln.de: Weihnachtsgeschäft beschert Onlinehandel Aufschwung).

Das Einzelhandelsinstitut IFH Köln berichtet nun von einem Plus von bis zu 5,7 Prozent für das laufende Jahr - nach 3,8 Prozent Wachstum im Vorjahr. Treiber der Entwicklung seien unter anderem die fortschreitende Digitalisierung stationärer Händler, Social Media sowie das Smartphone als zentraler Kaufbegleiter. Gleichzeitig sorgt die sinkende Angebotsdichte im stationären Handel dafür, dass der Onlinekauf in manchen Regionen zur notwendigen Alternative wird.

Preview von IFH Köln skizziert die Zukunft des Onlinehandels in Deutschland anhand einer Szenario-Rechnung in drei verschiedenen Varianten
Die Handelsexperten des IFH KÖLN skizzieren die Zukunft des Onlinehandels in Deutschland anhand einer Szenario-Rechnung in drei verschiedenen Varianten – und alle zeigen: Der Onlinehandel wächst weiter.

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FMCG und Gesundheit treiben das Onlinewachstum

Ein Blick auf die Branchen zeigt, dass sich nahezu alle Warengruppen online besser entwickeln als im Gesamtmarkt. Besonders dynamisch bleibt der FMCG-Bereich mit Zuwächsen von bis zu 14,6 Prozent. Auf Rang zwei folgt die Branche Gesundheit und Wellness mit einem Plus von bis zu 8,8 Prozent.

Deutlich verhaltener fällt das Wachstum bei Wohnen und Einrichten aus. Hier rechnet das IFH Köln lediglich mit einem moderaten Onlineplus von bis zu 2,9 Prozent. Nach Einschätzung der Marktexperten profitieren vor allem Lebensmittelanbieter von einer wachsenden Reichweite, erweiterten Liefergebieten und flexibleren Zustellmodellen.

Langfristige Prognose bleibt positiv

Auch der mittelfristige Ausblick fällt aus Händlersicht positiv aus. In einer Szenariorechnung prognostiziert das IFH Köln für den deutschen Onlinehandel bis 2029 ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 4,2 Prozent. Im mittleren Szenario entspricht das einem Umsatzvolumen von rund 128 Milliarden Euro im Jahr 2029.

Sollte sich die Dynamik weiter verstärken, hält das Institut sogar einen Onlineumsatz von bis zu 141 Milliarden Euro für möglich. Der Onlinehandel bleibt damit ein zentraler Wachstumstreiber des deutschen Handelsmarkts.
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