Handel

Mäc Geiz beantragt Insolvenz: Damit ist die Zukunft von 183 Filialen unklar

von Sebastian Halm

12.05.2026 Der Non-Food-Händler Mäc Geiz hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Trotz des laufenden Verfahrens soll der Geschäftsbetrieb zunächst weiterlaufen.

 (Bild: Wikipedia)
Bild: Wikipedia
Allerdings stehen sämtliche 183 Filialen von Mäc Geiz   auf dem Prüfstand, berichtet die Wirtschaftswoche Online  . Auch Schließungen gelten als möglich. Betroffen sind vor allem Standorte in Ostdeutschland. Das Unternehmen beschäftigt nach Medienangaben rund 1.200 MitarbeiterInnen. Ziel des Verfahrens sei es, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und eine Sanierung umzusetzen.

Die Insolvenz kommt nur wenige Monate nach der Übernahme durch die Kodi   Beteiligungs GmbH. Kodi hatte Mäc Geiz Ende 2025 übernommen, um die Marktposition im Non-Food-Discountgeschäft auszubauen. Beide Unternehmen wollten insbesondere Einkauf, Logistik und Verwaltungsstrukturen stärker zusammenführen.

Wettbewerbsdruck im Non-Food-Discount wächst

Der Markt für günstige Haushalts-, Deko- und Schreibwaren gilt seit Jahren als stark umkämpft. Händler wie Action  , TEDi   oder Woolworth   expandieren weiterhin aggressiv und erhöhen den Druck auf kleinere oder regional stärkere Anbieter.

Hinzu kommen steigende Kosten für Energie, Mieten, Personal und Logistik. Gleichzeitig bleibt die Konsumstimmung im Einzelhandel angespannt. Viele KundInnen achten stärker auf Preise und kaufen zurückhaltender ein. Medienberichten zufolge sollen außerdem einzelne Lieferanten auf kürzere Zahlungsziele oder Vorauszahlungen bestanden haben, was die Liquidität zusätzlich belastet habe.

Für Kodi ist die Entwicklung ebenfalls heikel. Das Unternehmen hatte selbst erst 2024 ein Insolvenzverfahren abgeschlossen. Im Zuge der Sanierung wurde das Filialnetz deutlich verkleinert. Zuletzt betrieb Kodi noch rund 150 Standorte.

Filialnetz und Standorte werden überprüft

Im Rahmen des Insolvenzverfahrens sollen nun sämtliche Mäc-Geiz-Standorte wirtschaftlich überprüft werden. Entscheidend dürfte dabei sein, welche Filialen dauerhaft profitabel arbeiten und wie groß mögliche Überschneidungen mit dem Kodi-Netz sind. Der Geschäftsbetrieb läuft laut Unternehmen zunächst ohne Einschränkungen weiter. KundInnen können weiterhin in den Filialen einkaufen. Ob und wie viele Standorte langfristig erhalten bleiben, dürfte jedoch erst nach Abschluss der laufenden Prüfungen feststehen.

Die Entwicklung zeigt erneut die schwierige Lage vieler stationärer Non-Food-Händler. Selbst größere Ketten geraten unter Druck, wenn hohe Betriebskosten auf schwache Konsumnachfrage und intensiven Preiswettbewerb treffen.
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