Aufatmen bei Galeria: Neuer Kredit sichert Weihnachtsgeschäft
21.10.2026 Die insolvente Warenhauskette Galeria hat sich eine weitere Finanzierung gesichert. Damit soll die Warenversorgung für das Weihnachtsgeschäft gewährleistet werden. Der Betrieb in den 83 Filialen läuft vorerst weiter, mögliche Schließungen werden geprüft.
Gordon Brothers hatte Galeria bereits Ende Juni eine Finanzierung über 160 Millionen Euro bereitgestellt. Mit dem neuen Darlehen können Zahlungen wieder regulär geprüft und freigegeben werden. Auch der Kauf und die Einlösung von Geschenkgutscheinen sind ab sofort wieder möglich. Galeria hatte Anfang Oktober erneut Insolvenz angemeldet. Der Geschäftsbetrieb in den bundesweit 83 Warenhäusern läuft vorerst weiter. Die Monate vor Weihnachten sind für die Kaufhauskette traditionell entscheidend. Der vorläufige Insolvenzverwalter Frank Kebekus will jeden Standort auf seine wirtschaftliche Tragfähigkeit hin überprüfen. Ob und welche Filialen geschlossen werden müssen, ist noch offen.
Die Bundesagentur für Arbeit hat der Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes zugestimmt. Damit sind die Gehälter der rund 12.000 Beschäftigten für Oktober, November und Dezember 2026 gesichert. Zudem hat der Insolvenzverwalter Vereinbarungen mit Lieferanten und Finanzierungspartnern getroffen, um den Geschäftsbetrieb in den kommenden Monaten abzusichern. Die derzeitigen Eigentümer, die US-Investmentgesellschaft NRDC, kontrolliert von dem Kanadier Richard Baker , und die Schweizer Vermögensverwaltung BB Kapital SA des Investors Bernd Beetz , hatten Galeria im Sommer 2024 übernommen.
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