Jungheinrich wächst nur im Ausland
27.03.2026 Der Logistik-Dienstleister Jungheinrich setzte im vergangenen Jahr mehr um, muss beim Ergebnis vor Steuern aber deutliche Abstriche machen. Wachstumstreiber sind ausländische Märkte. In Deutschland geht das Geschäft zurück.
Im Neugeschäft wuchs der Umsatz auf gut 3,2 Milliarden Euro, insbesondere durch Automatisierungsprojekte. Der Kundendienst entwickelte sich ebenfalls positiv und erreichte knapp 1,6 Milliarden Euro Umsatz. Damit steigt dessen Anteil am Gesamtumsatz auf 29 Prozent.
Rückläufig war hingegen das Geschäft mit Gebrauchtgeräten und Miete. Hier sank der Umsatz leicht auf 775 Millionen Euro. Das Mietgeschäft konnte die schwächere Entwicklung bei Gebrauchtgeräten nur teilweise ausgleichen. Zum Umsatz mit ihrem B2B-Onlineshop macht das Unternehmen keine Angaben.
Ergebnis vor Steuern bricht ein
Das operative Ergebnis (EBIT) fiel auf 228 Millionen Euro nach 434 Millionen Euro im Vorjahr. Hauptgrund sind Sondereffekte in Höhe von 220 Millionen Euro, darunter die Veräußerung der Russland-Tochter sowie Kosten für ein Transformationsprogramm.
Auch weitere Kennzahlen gingen zurück: Das Ergebnis vor Steuern lag bei 196 Millionen Euro nach 404 Millionen Euro in 2024, die Kapitalrendite sank auf 8,3 Prozent. Entsprechend fällt auch die Dividende deutlich niedriger aus.
Für 2026 erwartet Jungheinrich einen Auftragseingang zwischen 5,4 und 6,0 Milliarden Euro sowie einen Umsatz zwischen 5,2 und 5,8 Milliarden Euro. Das EBIT soll auf 380 bis 450 Millionen Euro steigen.
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