Jungheinrich: Auftragseingang steigt, Ergebnis bricht ein
07.05.2026 Der Intralogistik-Anbieter Jungheinrich hat im ersten Quartal 2026 trotz eines deutlichen Plus beim Auftragseingang einen Rückgang bei Umsatz und Ergebnis verzeichnet. Belastet wurde das Quartal unter anderem durch die Veräußerung der russischen Tochtergesellschaft, einen Streik im Werk Lüneburg und das laufende Transformationsprogramm. An der Jahresprognose hält der Konzern dennoch fest.
Das operative Ergebnis fiel deutlich schwächer aus: Das EBIT sank von 104,5 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 56,5 Millionen Euro. Die EBIT-Rendite lag bei 4,4 Prozent nach zuvor 8,0 Prozent. Ohne Sondereffekte hätte das EBIT laut Unternehmen bei 83,2 Millionen Euro gelegen. Zu den Belastungen zählten vor allem 20,5 Millionen Euro aus der Veräußerung der russischen Tochtergesellschaft sowie Kosten durch den Streik in Lüneburg und das Transformationsprogramm.
"Der Start in das Jahr 2026 erfüllt nicht unsere Ansprüche", sagte , Vorstandsvorsitzender der Jungheinrich AG. "Belastend wirkten neben dem intensiven Wettbewerbsumfeld insbesondere Einmaleffekte aus der Veräußerung unserer russischen Tochtergesellschaft, der Mitte Februar beendete Streik im Werk Lüneburg sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit unserem Transformationsprogramm. Zugleich verzeichneten wir im ersten Quartal einen sehr guten Auftragseingang. Unsere Prognose für das Gesamtjahr bestätigen wir."
Neue Segmentstruktur erstmals in der Berichterstattung
Erstmals berichtet Jungheinrich in den beiden Segmenten Industrial Trucks & Services (ITS) sowie Automation & Warehouse Equipment (AWE). Im ITS-Segment stieg der Auftragseingang um 9,4 Prozent auf 1,275 Milliarden Euro. Der Umsatz ging jedoch um 4,8 Prozent auf 1,079 Milliarden Euro zurück. Das EBIT sank auf 51,6 Millionen Euro.Positiv entwickelte sich das Segment AWE. Dort erhöhte sich der Auftragseingang um 17,9 Prozent auf 277 Millionen Euro, der Umsatz legte um 8,5 Prozent auf 205 Millionen Euro zu. Das EBIT verbesserte sich auf minus 4,5 Millionen Euro nach einem noch schwächeren Vorjahreswert.
Der Free Cashflow lag im ersten Quartal bei 0 Millionen Euro nach 16 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Auch das Konzernergebnis nach Steuern fiel mit 26,2 Millionen Euro deutlich niedriger aus.
Prognose für 2026 bleibt bestehen
Trotz des schwachen Quartals hält Jungheinrich an der Ende März veröffentlichten Prognose fest. Für 2026 erwartet das Unternehmen weiterhin einen Auftragseingang zwischen 5,4 Milliarden und 6,0 Milliarden Euro. Der Konzernumsatz soll zwischen 5,2 Milliarden und 5,8 Milliarden Euro liegen.Beim EBIT rechnet Jungheinrich mit 380 Millionen bis 450 Millionen Euro. Die EBIT-Rendite soll zwischen 7,2 Prozent und 8,0 Prozent liegen. Vor allem im Segment AWE erwartet das Unternehmen im weiteren Jahresverlauf eine Verbesserung der Profitabilität.
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