Heimtextilien sind vor allem online gefragt
27.03.2026 Der Markt für Haus- und Heimtextilien steht weiter unter Druck. Während die stationäre Nachfrage sinkt, bauen Onlinekanäle ihre Position spürbar aus.
"Die Entwicklung ist nicht kurzfristig, sondern strukturell", sagt Christoph Lamsfuß , Senior Consultant beim IFH KÖLN.
Der Rückgang betrifft nahezu alle Teilmärkte. Besonders stark betroffen sind textile Bodenbeläge, deren Nachfrage seit Jahren sinkt. Sie werden zunehmend durch nicht textile Alternativen ersetzt.
Vor allem klassische Teppichböden verlieren an Bedeutung, unter anderem aus hygienischen und optischen Gründen. Stabiler zeigt sich lediglich das Segment der Webteppiche, das sein Umsatzniveau halten konnte und zuletzt sogar leicht zulegte. Auch andere Warengruppen wie Matratzen oder Bettwaren entwickeln sich schwach und wirken als Bremsfaktor für den Gesamtmarkt.
Der Onlinehandel mit Heimtextilien wächst dagegen deutlich. Seit 2016 haben Onlineanbieter wie Amazon , Otto oder Temu ihren Marktanteil um 12 Prozentpunkte gesteigert. Doch nicht nur reine Onlineplayer profitieren: Auch Hersteller sowie stationäre Händler bauen ihre digitalen Umsätze aus. So konnten Hersteller ihre Onlineerlöse seit 2016 um 32 Prozent steigern, der stationäre Handel sogar um 78 Prozent.
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