Illegale Absprache: 223 Millionen Euro Strafe für Delivery Hero

von Dominik Grollmann

03.06.2025 Die EU-Kommission hat Delivery Hero wegen wettbewerbswidriger Absprachen mit dem Lieferdienst Glovo zu einer Strafe von 223 Millionen Euro verurteilt.

 (Bild: Brett Jordan via Unsplash)
Bild: Brett Jordan via Unsplash
Die EU-Kommission hat eine Strafe von insgesamt 223 Millionen Euro gegen den Berliner Essenslieferdienst Delivery Hero   verhängt. Grund sind wettbewerbswidrige Absprachen mit dem spanischen Konkurrenten Glovo  . Die beiden Unternehmen sollen unter anderem sensible Informationen wie Preise ausgetauscht, Märkte untereinander aufgeteilt und Abwerbeverbote für Mitarbeiter vereinbart haben. Glovo muss zusätzlich knapp 106 Millionen Euro zahlen.

Beweise liegen klar auf dem Tisch

Die Absprachen, die laut Kommission auch über E-Mail und WhatsApp liefen, fanden vor der vollständigen Übernahme Glovos durch Delivery Hero im Jahr 2022 statt. Bereits seit Juli 2018 hielt Delivery Hero eine Minderheitsbeteiligung. Die Ermittlungen laufen seit 2023 und begannen mit unangekündigten Razzien in Berlin und Barcelona.

Die Unternehmen bestreiten die Vorwürfe nicht. Delivery Hero hatte ursprünglich mit einer noch höheren Strafe gerechnet und Rückstellungen in Höhe von 186 Millionen Euro gebildet.
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