The Platform Group wächst zweistellig und baut Personal ab
06.11.2026 Der Düsseldorfer Plattformbetreiber The Platform Group hat Umsatz und Handelsvolumen in den ersten neun Monaten 2026 gesteigert. Gleichzeitig senkt das Unternehmen Kosten, reduziert Personal und setzt dabei auf KI.
Mehr Partner und Kunden treiben das Wachstum
Das Unternehmen führt seine Geschäftsentwicklung unter anderem auf die steigende Zahl angeschlossener Händler und Partner zurück. Zum Ende des Berichtszeitraums waren 17.873 Partner an die Plattformen angebunden, 12,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahl der aktiven Kunden innerhalb der vergangenen zwölf Monate erhöhte sich von 6,7 Millionen auf 8,6 Millionen, was einem Plus von 28,4 Prozent entspricht. Auch der durchschnittliche Bestellwert legte leicht zu: Er stieg von 125 Euro auf 129 Euro. Nach Unternehmensangaben verzeichneten vier der fünf Geschäftssegmente Wachstum. The Platform Group betreibt eigene Plattformlösungen in insgesamt 26 Branchen, darunter Möbelhandel, Elektronik, Optik, Luxusgüter und Maschinenhandel. Der Konzern ist sowohl im Geschäft mit Endkunden als auch im B2B-Handel tätig.KI-Initiative und neue Konzernstruktur sollen Kosten senken
Parallel zum Wachstum treibt The Platform Group einen organisatorischen Umbau voran. Im dritten Quartal hat der Konzern nach eigenen Angaben im Zuge einer neuen Organisationsstruktur und einer KI-Initiative Personal abgebaut. Wie viele Stellen dabei weggefallen sind, geht aus der Mitteilung des Unternehmens nicht hervor. Trotz des jüngsten Personalabbaus lag die Beschäftigtenzahl zum Ende des Neunmonatszeitraums mit 1.489 Mitarbeitenden noch über dem Vorjahreswert von 1.421. Die Personalkostenquote, also der Anteil der Personalkosten am Umsatz, sank allerdings von 5,1 auf 4,6 Prozent. Auch die Vertriebs- und Marketingkostenquoten gingen zurück. "Wir konnten im dritten Quartal nahezu ausschließlich durch organisches Wachstum unser Wachstumsziel erreichen, und dies profitabel. Gleichzeitig haben wir begonnen, durch unsere neue Konzernstruktur Kosten zu senken, die Mitarbeiterzahl zu reduzieren und die Verschuldung zu senken", erklärt Vorstandschef Dominik Benner . Diesen Kurs wolle das Unternehmen auch im vierten Quartal fortsetzen.Der Verschuldungsgrad wurde nach Unternehmensangaben auf das 1,7-Fache reduziert.
An seiner Prognose für das Gesamtjahr 2026 hält The Platform Group fest. Das Unternehmen erwartet ein Bruttowarenvolumen von 1,7 Milliarden Euro und einen Nettoumsatz von mindestens einer Milliarde Euro. Das bereinigte EBITDA soll zwischen 70 und 80 Millionen Euro liegen. Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2025 hatte der Plattformbetreiber einen Umsatz von 728 Millionen Euro und ein bereinigtes EBITDA von 55 Millionen Euro erzielt.
Grundlage der aktuellen Zahlen sind die noch ungeprüften Ergebnisse für die ersten neun Monate 2026.
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