Redcare baut Profitabilität im Versandapothekenmarkt aus
07.05.2026 Der Umsatz von Redcare Pharmacy ist im ersten Quartal 2026 um 18,4 Prozent auf 849,5 Millionen Euro gestiegen. Vor allem das Rezeptgeschäft bleibt ein Wachstumstreiber, während sich auch das Geschäft mit rezeptfreien Produkten in Deutschland wieder beschleunigt.
Der Konzernumsatz erreichte im ersten Quartal 849,5 Millionen Euro nach 717,3 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Getragen wurde das Wachstum nach Unternehmensangaben sowohl vom Non-Rx-Geschäft als auch vom Rezeptgeschäft.
Rezeptgeschäft wächst in Deutschland um 55 Prozent
Im deutschen Rx-Geschäft stieg der Umsatz um 55 Prozent. Im DACH-Raum wuchs der Rx-Umsatz um 35,5 Prozent. Redcare verweist dabei auf eine höhere Nutzung elektronischer Rezepte und eine verbesserte Kundenzufriedenheit im E-Rx-Bereich.Auch das Non-Rx-Geschäft zog wieder an. In Deutschland beschleunigte sich das Wachstum von fünf Prozent im Vorquartal auf neun Prozent im ersten Quartal. Im April lag das Plus nach Unternehmensangaben bei rund elf Prozent.
Die aktive Kundenbasis wuchs binnen eines Jahres um 1,1 Millionen auf 14,2 Millionen KundInnen. Der durchschnittliche Warenkorb erhöhte sich um neun Prozent auf 68 Euro.
Marge leidet unter Wettbewerb und Rx-Bonus
Der Bruttogewinn stieg auf 178 Millionen Euro. Die Bruttomarge sank jedoch von 23,3 auf 21 Prozent. Als Gründe nennt Redcare das wettbewerbsintensive Non-Rx-Umfeld, den höheren Rx-Anteil und den im September 2025 eingeführten Rx-Bonus.Für das Gesamtjahr bestätigt Redcare die Prognose. Der Konzernumsatz soll um 13 bis 15 Prozent steigen, der Rx-Umsatz in Deutschland auf mehr als 670 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge soll mindestens 2,5 Prozent erreichen.
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