Gesundheit

Wie digitale Gesundheitsangebote genutzt werden

von Christian Gehl

23.09.2025 KI-Chatbots werden unter den jüngeren KonsumentInnen bereits massiv zu Gesundheitsfragen genutzt, im Unterschied zum Durchschnitt der Bevölkerung. Grundsätzlich stehen Prävention, Fitness, Ernährung und Lebensstil im Vordergrund des Interesses bei digitalen Gesundheitsangeboten - deren Vielzahl aber häufig für Verwirrung sorgt.

Das Internet ist für viele Menschen zum ersten Ratgeber in Gesundheitsfragen geworden. (Bild: Shopmacher)
Bild: Shopmacher
Das Internet ist für viele Menschen zum ersten Ratgeber in Gesundheitsfragen geworden.
Digitale Gesundheitsangebote werden breit angenommen, 43 Prozent der Nutzenden fühlen sich von ihrer Vielzahl allerdings nicht umfassender informiert, sondern verwirrt. 501 KonsumentInnen wurden für die aktuelle Gesundheitsausgabe des Trend Check Handel des ECC Köln   befragt, die Auswahl ist repräsentativ.

Apps und Wearables werden von knapp der Hälfte jener Befragten, die digitale Gesundheitsangebote schon in Gebrauch haben, für Prävention und Fitness (47 Prozent) und für Ernährung sowie Lebensstil (45 Prozent) genutzt. Der Nutzungsgrad in anderen Bereichen ist deutlich niedriger, etwa bei allgemeinen Arztkontakten (28 Prozent), Medikamentenmanagement (22 Prozent) oder bei psychischer Gesundheit (17 Prozent).

Drei Viertel der Nutzenden wünschen sich eine personalisierte Unterstützung durch digitale Gesundheitsangebote (79 Prozent), den schnellen Zugang zu Informationen (79 Prozent) und praktische Alltagshilfen wie die Unterstützung bei der Organisation von Arztterminen (77 Prozent).

KI-Chatbots stehen bei jüngeren VerbraucherInnen als Gesundheitsratgeber hoch im Kurs (Bild: ECC Köln)
Bild: ECC Köln
KI-Chatbots stehen bei jüngeren VerbraucherInnen als Gesundheitsratgeber hoch im Kurs


ÄrztInnen genießen bei allen Befragten das höchste Vertrauen (Gesamt: 70 Prozent; Jüngere: 50 Prozent). Deutliche Unterschiede gibt es hingegen bei der Nutzung von KI-Chatbots wie ChatGPT. Während diese bei den jüngeren KonsumentInnen auf Platz drei unter den Informationsquellen landen (41 Prozent), rangieren sie bei der Gesamtheit der Befragten auf dem siebten Platz (19 Prozent). Knapp jeweils ein Drittel der Befragten nutzt oder würde KI-Chatbots für eine erste Orientierung bei Symptomen (34 Prozent; Jüngere 47 Prozent) verwenden und um sich Informationen zu Medikamenten einzuholen (32 Prozent; Jüngere 38 Prozent).

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