Hornbach wächst online überproportional
29.09.2026 Der Online-Umsatz von Hornbach ist im ersten Geschäftshalbjahr um 8,6 Prozent gestiegen. Zugleich baut der Händler sein Filialnetz aus und will sechs Hellweg-Standorte übernehmen.
Insgesamt setzte die Baumarktsparte im ersten Geschäftshalbjahr 3,6 Milliarden Euro um, 5,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Auf vergleichbarer Fläche und ohne Währungseffekte betrug das Wachstum vier Prozent. Besonders gefragt waren im Sommer nach Unternehmensangaben Klimageräte sowie Produkte zur Verschattung und Bewässerung.
Marktanteile in mehreren Ländern gestiegen
Hornbach meldet für den Zeitraum Januar bis Juli 2026 höhere Marktanteile in allen fünf Ländern, für die dem Unternehmen entsprechende Daten vorliegen. In Deutschland stieg der Anteil von 15,5 auf 15,9 Prozent, in Österreich von 17,7 auf 18,0 Prozent und in der Schweiz von 14,8 auf 15,4 Prozent. Auch in den Niederlanden und in Tschechien legte der Händler zu.Das Wachstum spiegelt sich im Ergebnis der gesamten Gruppe wider: Ihr Umsatz erhöhte sich im ersten Geschäftshalbjahr um sechs Prozent auf 3,8 Milliarden Euro, das bereinigte operative Ergebnis um 4,9 Prozent auf 285,6 Millionen Euro. Die Handelsspanne sank allerdings von 34,9 auf 34,6 Prozent. Als Gründe nennt Hornbach gestiegene Einkaufs- und Logistikkosten.
Sechs Hellweg-Märkte sollen hinzukommen
In Deutschland will Hornbach sechs Standorte von Hellweg übernehmen. Die Übernahme ist für den 1. Dezember 2026 vorgesehen und steht unter dem Vorbehalt der Prüfung durch das Bundeskartellamt. Nach einem Umbau sollen die Märkte im Frühjahr 2027 unter der Marke Hornbach eröffnen. Neue Bau- und Gartenmärkte entstanden zudem in der Slowakei und in Österreich; außerdem bereitet das Unternehmen den Eintritt in Serbien vor.Für das gesamte Geschäftsjahr 2026/27 bestätigt Hornbach seine Prognose. Der Konzern erwartet einen Umsatz auf oder leicht über dem Vorjahreswert von 6,4 Milliarden Euro und ein bereinigtes operatives Ergebnis ungefähr auf Vorjahresniveau. Die Einschätzung berücksichtigt nach Unternehmensangaben mögliche Folgen geopolitischer Entwicklungen für die Konsumstimmung sowie die Einkaufs- und Logistikkosten.
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