Insolvenz: Depot kündigt alle Verträge - so soll es weiter gehen
07.09.2026 Der insolvente Wohnaccessoires-Händler Depot stellt den Geschäftsbetrieb seiner Betreibergesellschaft Ende September ein. Die Marke soll jedoch erhalten bleiben und mit einem deutlich kleineren Filialnetz neu starten.
Nach Angaben von Geschäftsführer Christian Gries soll die Marke in eine andere Gesellschaft überführt werden. Ziel sei ein Neustart mit einer schlankeren Struktur. Dazu laufen Gespräche mit Vermietern über neue Mietverträge. Auch Shop-in-Shop-Flächen bei Handelspartnern wie Rewe und Edeka sollen möglichst erhalten bleiben.
Filialnetz soll deutlich kleiner werden
Von den zuletzt noch rund 50 Depot-Filialen soll ein Teil weitergeführt werden. Wie viele Standorte tatsächlich erhalten bleiben, ist noch offen. Ursprünglich betrieb Depot mehrere hundert Filialen in Deutschland.Als Ursachen für die wirtschaftliche Lage nennt das Unternehmen unter anderem die anhaltende Konsumzurückhaltung, zusätzliche Belastungen durch Zölle sowie den wachsenden Wettbewerbsdruck durch asiatische Online-Marktplätze wie Temu . Hinzu kommt die sogenannte Masseunzulänglichkeit im laufenden Insolvenzverfahren, bei der die vorhandenen Mittel nicht mehr ausreichen, um sämtliche Verbindlichkeiten zu bedienen.
Mit dem geplanten Neustart folgt Depot einem Muster, das zuletzt häufiger im Einzelhandel zu beobachten war: Während die bisherige Betreibergesellschaft abgewickelt wird, soll der Markenwert erhalten und in einer neuen Unternehmensstruktur weitergeführt werden. Ob das gelingt, hängt unter anderem von den laufenden Verhandlungen mit VermieterInnen und Handelspartnern ab.
Abonnieren Sie unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter!


