Verbraucherrecht

Ab 2026: "Buy now, pay later" wird zum Kreditgeschäft

von Dominik Grollmann

11.11.2025 Ab dem 20. November 2026 gelten in Deutschland neue Regeln für Klein- und Kurzzeitkredite. Davon betroffen sind auch die beliebten "Buy now, pay later"-Zahlungen bei Onlinekäufen.

 (Bild: Photo by rupixen.com on Unsplash)
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Ab dem 20. November treten in Deutschland die neuen Bestimmungen zur Umsetzung der EU-Verbraucherkreditrichtlinie   in Kraft, allerdings nicht mit sofortiger Wirkung. Erst am 20. November 2026 muss die Regelung spätestens angewendet werden. Dann gilt Verbraucherkreditrichtlinie auch für alle Kredite bis 200 Euro - ein Bereich, der bislang kaum reguliert war. Typische "Buy now, pay later"-Angebote von Klarna   , PayPal    und Ratepay    unterliegen dann ebenfalls einer verpflichtenden Kreditwürdigkeitsprüfung.

KundInnen, die künftig kleinere Käufe - etwa Sneaker oder Konzerttickets - in Raten bezahlen wollen, müssen ihre Bonität nachweisen. Spontankäufe auf Pump werden damit deutlich erschwert. Ziel der Regelung ist laut Bundesregierung, VerbraucherInnen vor Überschuldung zu schützen. Besonders jüngere KäuferInnen hätten sich bislang durch viele kleine Ratenzahlungen leicht verschulden können.

Mehr Verbraucherschutz bei Dispokrediten

Auch bei klassischen Bankgeschäften greifen neue Schutzmechanismen: Banken dürfen Dispokredite künftig erst nach einer zweimonatigen Frist kündigen. So sollen KundInnen mehr Zeit gewinnen, um Alternativen zu finden und finanzielle Engpässe zu vermeiden.

Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel    sieht die Änderungen kritisch. "Mehr Bürokratie im Checkout-Prozess führt zu niedrigeren Conversion-Raten", warnt der Verband. HändlerInnen befürchten, dass durch zusätzliche Bonitätsprüfungen spontane Käufe ausbleiben und der Bezahlvorgang an Dynamik verliert.
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