Möbelbranche

Westwing steigert Umsatz, Ergebnis geht zurück

von Christian Gehl

06.08.2026 Westwing hat im zweiten Quartal deutlich mehr umgesetzt, zugleich aber weniger verdient. Das internationale Geschäft wuchs stärker als der DACH-Markt, während höhere Transportkosten und die Umstellung zentraler Softwaresysteme die Marge belasteten.

Auch zehn Showrooms führt Westwing mittlerweile. (Bild: Westwing)
Bild: Westwing
Auch zehn Showrooms führt Westwing mittlerweile.
Der Online-Möbelhändler Westwing    hat sein Bruttowarenvolumen im zweiten Quartal 2026 um 15 Prozent auf 127 Millionen Euro gesteigert. Der Umsatz erhöhte sich um 14 Prozent auf 113 Millionen Euro.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sank von 6,2 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 5,4 Millionen Euro. Die bereinigte Marge lag bei 4,8 Prozent. Belastend wirkten nach Unternehmensangaben vor allem höhere Transportkosten, eine veränderte Nachfragestruktur sowie Einmaleffekte aus der Einführung neuer Auftragsmanagement- und Lagerverwaltungssysteme.

Internationales Geschäft wächst um 19 Prozent


Im DACH-Segment stieg der Umsatz um zehn Prozent, international um 19 Prozent. Beim Bruttowarenvolumen betrug das Wachstum neun Prozent im DACH-Raum und 22 Prozent im internationalen Geschäft.

Die Westwing Collection    legte beim Bruttowarenvolumen um elf Prozent zu. Drittmarken wuchsen um 23 Prozent. Die Zahl der aktiven KundInnen stieg um 13 Prozent und damit das zweite Quartal in Folge.

Der britische Markt entwickelte sich laut Unternehmen seit dem Start im Februar 2026 zum größten der seit 2024 neu erschlossenen Länder. Seit Ende Juli ist Westwing außerdem in Estland, Lettland und Litauen aktiv und damit in insgesamt 26 Ländern vertreten.

"Wie erwartet wurde unsere Profitabilität durch den Margendruck infolge der makroökonomischen Lage sowie durch einmalige Kosten im Zusammenhang mit einer umfassenden Software-Migration belastet", sagt Andreas Hoerning , Vorstandsvorsitzender von Westwing.

Für das Gesamtjahr erwartet Westwing weiterhin einen Umsatz zwischen 470 und 495 Millionen Euro. Das Management rechnet derzeit mit einem Wert in der oberen Hälfte dieser Spanne. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll zwischen 36 und 48 Millionen Euro liegen.
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