Studie

Nachhaltige Verpackungen: 60 Prozent der Verbraucher akzeptieren Aufpreise

von Susan Rönisch

18.08.2026 Die Zahlungsbereitschaft für nachhaltigere Verpackungen steigt in Deutschland wieder, bleibt aber preislich eng begrenzt. Gleichzeitig befürwortet ein großer Teil der Verbraucher gezielte regulatorische Eingriffe gegen Verpackungsmüll.

 (Bild: Amazon)
Bild: Amazon
60 Prozent der deutschen VerbraucherInnen sind grundsätzlich bereit, für nachhaltigere Produktverpackungen mehr zu bezahlen, zeigt die aktuelle Studie "Sustainable Product Packaging" von Simon-Kucher  . Das sind sechs Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

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Der Spielraum für höhere Preise bleibt allerdings begrenzt: 30 Prozent der Befragten würden maximal fünf Prozent mehr für ein nachhaltig verpacktes Produkt bezahlen. Besonders groß ist die Zahlungsbereitschaft bei jüngeren KonsumentInnen. 83 Prozent der unter 25-Jährigen akzeptieren grundsätzlich einen Aufpreis, bei den über 54-Jährigen sind es 51 Prozent.

Weniger Verpackungsmaterial gilt als wichtigstes Signal

Ob eine Verpackung als nachhaltig wahrgenommen wird, hängt vor allem von ihrem Materialeinsatz ab. Für 49 Prozent der Befragten ist möglichst wenig Verpackungsmaterial das wichtigste Erkennungsmerkmal. Auch verständliche Recyclinghinweise spielen eine wichtige Rolle, offizielle Umweltlabels dagegen nur für 26 Prozent. Zwölf Prozent geben an, nachhaltige Verpackungen nicht zuverlässig erkennen zu können.

Trotz wirtschaftlicher Belastungen bleibt das Thema für die Mehrheit relevant: 71 Prozent erklären, dass nachhaltige Verpackungen für sie mindestens genauso wichtig sind wie zuvor.

37 Prozent unterstützen Verbote bestimmter Einwegverpackungen

Auch regulatorische Eingriffe gegen Verpackungsmüll finden Zustimmung, wobei gezielte Maßnahmen besser abschneiden als umfassendere Vorgaben. 37 Prozent befürworten Verbote bestimmter Einwegverpackungen, 35 Prozent Vorgaben zur Verringerung von Leerraum in Verpackungen. Eine Ausweitung der Pfandpflicht auf weitere Verpackungsarten unterstützen dagegen 25 Prozent.

Für die repräsentative Studie befragte Simon-Kucher im Mai 2026 gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut YouGov   insgesamt 2.108 KonsumentInnen in Deutschland. Die Untersuchung wurde zum sechsten Mal durchgeführt.
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