Händlerbund-Befragung

Studie sieht starken Wettbewerbsdruck im Online-Handel

von Joachim Graf

19.12.2025 Die Weihnachtszeit ist die umsatzstärkste Phase für den Handel. Doch die jüngste Studie des Händlerbundes, für die 125 Händler befragt wurden, sieht hohe Unsicherheit. Die Mehrheit der Befragten rechnet 2025 mit niedrigeren oder gleichbleibenden Umsätzen im Vergleich zum Vorjahr. Als Hauptursache wird die Kaufzurückhaltung der Kunden identifiziert, die zwei Drittel der Händler als größte Herausforderung nennen.

Noch vor Ende des Weihnachtsgeschäfts befragt, sehen Onlinehändler branchentypisch negativ in die Zukunft (Bild: Rainer Sturm/pixelio.de)
Bild: Rainer Sturm/PIXELIO
Noch vor Ende des Weihnachtsgeschäfts befragt, sehen Onlinehändler branchentypisch negativ in die Zukunft
72 Prozent der Händler rechnen mit Umsatzrückgängen gegenüber dem Vorjahr, lediglich 14 Prozent erwarten eine Umsatzsteigerung; weitere 14 Prozent gleichbleibende Umsätze, so in der nicht repräsentativen Befragungen   .

Um gegenzusteuern, setzen viele Händler auf Rabattaktionen und Preisnachlässe (46 Prozent). Die Unsicherheiten im Markt lassen jedoch die Zurückhaltung vieler Unternehmen spürbar werden. Fast 40 Prozent der Händler sehen sich zudem durch wachsende Retouren belastet. Die zusätzlichen Kosten schmälern die Margen erheblich und verschärfen die Situation.

Der Druck im Online-Handel nimmt weiter zu: 48 Prozent der Händler berichten von steigendem Konkurrenzdruck (2023: 33 Prozent). Strategische Anpassungen sind unerlässlich. Besonders bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) sehen Händler Nachholbedarf, um ihre Angebote sichtbarer zu machen und wettbewerbsfähig zu bleiben.
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