Weihnachtsgeschäft 2025: Deutschland spart weiter
24.10.2025 Eine neue Shopify-Studie zeigt, dass das Weihnachtsgeschäft in Deutschland 2025 von zwei zentralen Trends geprägt sein wird: Sparsamkeit der VerbraucherInnen und ein deutlich gestiegenes Bedürfnis nach menschlicher Interaktion beim Einkaufen.
Das sind die fünf wichtigsten Ergebnisse der Umfrage, die den deutschen Handel vor neue Herausforderungen stellen:
- Sparkurs für Weihnachten: Geplante Ausgaben sinken auf 183 Euro - 46 Prozent der Deutschen setzen strikte Budgetgrenzen. Die geplanten durchschnittlichen Ausgaben sind im Jahresvergleich um 38 Euro gesunken und stagnieren bei 183 Euro im Jahr 2025, wobei fast die Hälfte der VerbraucherInnen (46 Prozent) eine klare Ausgabenobergrenze festlegt. Der Handel sollte dieser Entwicklung und anhaltenden Preissensibilität Rechnung tragen. Trotzdem blicken Unternehmen hierzulande optimistisch auf das Weihnachtsgeschäft: Gut drei Viertel (74 Prozent) sind optimistischer als im Vorjahr und erwarten höhere Umsätze (77 Prozent).
- Mensch schlägt Algorithmus: 67 Prozent der Shopper fordern trotz KI-Einsatz menschliche Interaktion im Handel. Obwohl 72 Prozent der VerbraucherInnen in Deutschland KI beim Shopping nutzen wollen, ist die Zurückhaltung gegenüber der Technologie gestiegen: 67 Prozent halten den Kauf von einer Person für wichtig - eine deutliche Zunahme im Vergleich zu 45 Prozent im Vorjahr. Unternehmen, die KI nicht mit transparentem, menschlichem Support koppeln, riskieren Vertrauensverlust und negative Effekte auf ihr Geschäft.
- Die Konsum-Lücke: 25 Prozent der VerbraucherInnen beginnen früher mit ihren Einkäufen, aber nur 14 Prozent der Händler starten gleichzeitig ihre Aktionen. Ein Viertel (25 Prozent) der VerbraucherInnen in Deutschland beabsichtigt, früher mit dem Weihnachtseinkauf zu beginnen, was bei Top-VerdienerInnen auf 31 Prozent ansteigt. Diese "Konsum-Lücke" bedeutet, dass der Handel Gefahr laufen kann, frühzeitig kaufbereite VerbraucherInnen zu verpassen.
- Warenkorb im Stich gelassen: Jede/r Zweite (50 Prozent) bricht den Online-Einkauf wegen komplizierter Check-out-Prozesse ab. Nahtlose Payment-Lösungen (z. B. One-Click-Check-out) sind daher essenziell, um diese Reibungs- und Umsatzverluste zu verhindern.
- Omnichannel ist ein Muss, Unified Commerce muss kommen: Im Jahr 2025 sind 78 Prozent der Verbraucher:innen offener dafür, Produkte über verschiedene Kanäle (online, stationär, Social Media) zu suchen, verglichen mit 68 Prozent im Vorjahr. In diesem Zusammenhang hat der Einfluss von Social Media weiter zugenommen: Über ein Viertel (26 Prozent) der Verbraucher:innen in Deutschland entdeckt neue Produkte direkt über Werbung auf Social Media. Hiesige Unternehmen haben diesen Trend inzwischen erkannt: Mehr als ein Drittel (35 Prozent) gibt an, in dieser Weihnachtssaison deutlich mehr in Werbung auf Social Media zu investieren als im Vorjahr. Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung und Notwendigkeit einer Unified-Commerce-Strategie, die ein konsistentes Shopping- und Markenerlebnis über alle Touchpoints hinweg bietet.
Die Umfrageergebnisse zeigen, dass das Weihnachtsgeschäft in Deutschland 2025 eine Gratwanderung zwischen aggressivem Marketing und dem Aufbau von Vertrauen erfordert.
"Die Devise lautet ganz klar Unified Commerce", resümiert Linda Hoffmann, Head of Partnerships DACH & Eastern Europe bei Shopify. Ziel müsse es sein, den Einkauf über sämtliche Kanäle hinweg zu vereinfachen und zu synchronisieren. "Aber Vorsicht: Bei aller Technikbegeisterung darf der menschliche Faktor beim Shoppen nicht vernachlässigt werden. Technologie und eine gute Handelsstrategie können dabei helfen, die Umsätze zu sichern, die durch die ausgeprägte Budget-Sensibilität und Reibungsverluste im Kaufprozess, beispielsweise beim Check-out, gefährdet sind. Menschlicher Kontakt ist und bleibt wichtig, um VerbraucherInnen zu loyalen und zufriedenen KundInnen zu machen, die nicht nur wegen der Rabatte da sind, sondern immer wiederkommen."
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