Im Onlineshop: Patagonia platziert Secondhand-Artikel direkt neben Neuware
19.10.2026 Patagonia verkauft gebrauchte Kleidung künftig direkt neben Neuware im eigenen Onlineshop. Dafür hat der Outdoor-Ausrüster seine IT-Systeme über mehrere Jahre angepasst.
Im Geschäftsjahr 2026 verkaufte Patagonia knapp 160.000 gebrauchte Kleidungsstücke und erzielte damit einen Umsatz von rund 13 Millionen US-Dollar. Die Ware stammt aus Rücknahmen über Filialen, den Onlineshop und Einsendeprogramme.
In einem Aufbereitungszentrum in Reno im US-Bundesstaat Nevada kontrollieren, reinigen und reparieren mehr als 40 Beschäftigte die zurückgenommenen Artikel. Im Jahr 2025 bearbeitete das Unternehmen dort rund 230.000 Kleidungsstücke. 80 Prozent der Einsendungen stellt Patagonia erneut zum Verkauf. Die Zusammenführung von Neuware und Secondhand-Sortiment erforderte eine mehrjährige Modernisierung der IT-Systeme. Betroffen waren insbesondere Warenwirtschaft, Bestandsverwaltung, Produktdarstellung und Preisgestaltung. Eine wesentliche Herausforderung bestand darin, deutlich mehr individuelle Artikelnummern zu verwalten. Zuvor hatte der Softwareanbieter Trove zahlreiche dieser Aufgaben für den eigenständigen Worn-Wear-Shop übernommen. Mit der Integration in den Hauptshop verlagert Patagonia die entsprechenden Prozesse in seine eigenen Systeme.
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