Rofu Kinderland findet Investor - 27 Filialen müssen schließen
23.04.2026 Der insolvente Spielwarenhändler Rofu Kinderland hat eine Investorenlösung gefunden. Ein Großteil der Filialen und über 1.100 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.
Das Unternehmen befindet sich seit Januar 2026 in einem Eigenverwaltungsverfahren. Mit der nun vereinbarten Lösung soll der Geschäftsbetrieb erhalten und wirtschaftlich neu aufgestellt werden. Der Kaufvertrag ist bereits unterzeichnet, die Umsetzung erfolgt über einen Insolvenzplan, über den die Gläubiger im Sommer abstimmen sollen.
Im Rahmen der Vereinbarung sollen 77 Filialen weitergeführt werden. Dort beschäftigt Rofu derzeit 1.035 Mitarbeiter, die vom Investor übernommen werden. Insgesamt bleiben durch die Lösung rund 1.120 Arbeitsplätze erhalten.
27 Standorte sind hingegen nicht Teil des Konzepts. Diese Filialen sollen bis Juli geräumt und anschließend geschlossen werden. Rund 330 Mitarbeiter verlieren dadurch ihren Arbeitsplatz. Auch am Hauptsitz in Hoppstädten-Weiersbach wird Personal abgebaut: Von rund 360 Beschäftigten sollen dort über 80 übernommen werden. Zudem wird das Außenlager in Ramstein mit rund 60 Mitarbeitern geschlossen.
Die Verantwortlichen wollen in den kommenden Wochen einen Insolvenzplan ausarbeiten. Stimmen die Gläubiger zu, kann die Transaktion umgesetzt und das Verfahren anschließend beendet werden. Ziel ist es, dass Rofu ab August 2026 wieder eigenständig agiert.
Der operative Geschäftsbetrieb läuft weiterhin in über 100 Filialen sowie im Online-Shop. Auch während des Verfahrens bleiben die Märkte geöffnet und Bestellungen werden regulär abgewickelt.
"Die Investorenvereinbarung im Rahmen eines Insolvenzplans bietet die Chance, das Unternehmen ROFU zu erhalten. Auch für die Gläubiger erreichen wir damit die bestmögliche Lösung. Der Abbau von Arbeitsplätzen ist schmerzhaft, aber leider unvermeidbar", erklärt Sanierungsgeschäftsführer Marcus Katholing von der Anwaltskanzlei Pluta .
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