Investor gesucht: Spielwarenkette Rofu ist insolvent
21.01.2026 Der Spielwarenhändler Rofu wird im Insolvenzverfahren Sanierung in Eigenverwaltung zugestanden, urteilte das Amtsgericht Idar-Oberstein. Filial- und Shop-Betrieb können erst einmal aufrechterhalten werden.
Die Eigenverwaltung zielt auf den langfristigen Erhalt des Unternehmens ab. Dabei bleibt das Management im Amt und wird von Sanierungsspezialisten unterstützt. Marcus Katholing von der Wirtschaftskanzlei Pluta tritt als Chief Revenue Officer in die Geschäftsführung ein und wird dabei von Daniela Jeske unterstützt. Zusammen mit den beiden Rofu-Geschäftsführern Michael Fuchs und Michael Edl werden sie das Unternehmen in den kommenden Monaten durch das Verfahren führen und den Sanierungsprozess umsetzen. Ziel des Verfahrens ist eine wirtschaftliche und strukturelle Neuaufstellung des Unternehmens unter eigener Führung.
Rofu Kinderland hat sich als Spielwaren- und Babyfachmarkt im Südwesten Deutschlands etabliert und betreibt insgesamt 104 Filialen in sieben Bundesländern sowie den Online-Shop rofu.de.
"Unsere Fachmärkte bleiben mit ihrem attraktiven Sortiment zu den gewohnten Zeiten geöffnet und der Geschäftsbetrieb geht in allen Filialen uneingeschränkt weiter. Auch im Online-Shop können die Kunden wie gewohnt ihre Bestellungen aufgeben. Wir werden mit unseren Lieferanten und Geschäftspartnern Gespräche führen, um die Betriebsfortführung zu gewährleisten. In den vergangenen Monaten haben wir bereits ein Sanierungskonzept erarbeitet, um unser Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen. Diese Maßnahmen werden wir nun im Rahmen der Eigenverwaltung weiter umsetzen", sagt Geschäftsführer Michael Fuchs.
Die Verantwortlichen informierten die rund 1.970 Beschäftigen bereits über den aktuellen Stand. Deren Gehälter sind über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert. Auch mit dem Einkaufsverband Markant ist das Unternehmen in einem engen Austausch, damit die Lieferanten die Lieferabwicklung an Rofu in unveränderter Art und Weise fortführen können.
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Gründe für den Antrag sind ein schwaches Weihnachtsgeschäft, anhaltende Konsumzurückhaltung, gestiegene Kosten in der gesamten Wertschöpfungskette sowie ein intensiver Wettbewerb. Vor diesem Hintergrund setzt das Unternehmen auf eine klare Fokussierung auf den stationären Handel, kombiniert mit starker Omnichannel-Verzahnung.Sanierungsgeschäftsführer Marcus Katholing sagt: "Die Eigenverwaltung bietet die Chance, die notwendigen operativen Sanierungsmaßnahmen beschleunigt umzusetzen. Zudem wird Rofu Kinderland den bereits begonnenen Investorenprozess fortsetzen. Mit einem neuen Investor wollen wir das Unternehmen zukunftsfähig aufstellen."
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