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Handel ringt mit KI-Integration - fehlende Datenqualität bremst Fortschritte

von Dominik Grollmann

16.09.2025 Eine neue Studie des EHI Retail Institute zeigt: Handelsunternehmen treiben die Einführung von Künstlicher Intelligenz voran, doch mangelhafte Datenintegration und fehlende Kompetenzen bei Mitarbeitenden bremsen den Durchbruch.

 (Bild: ChatGPT/Sebastian Halm)
Bild: ChatGPT/Sebastian Halm
KI ist im Handel längst angekommen - vom Forecasting über Mitarbeitersupport bis hin zum Kundendialog. Doch die aktuelle Studie "KI-Integration im Handel" des EHI Retail Institute   macht deutlich: Die größten Hürden liegen nicht in der Technologie, sondern in Strukturen, Prozessen, Daten und Menschen.

Alle befragten HändlerInnen haben Verantwortliche für KI benannt, viele setzen auf AI-Champions oder Multiplikatoren-Programme. 53 Prozent bauen solche Netzwerke systematisch auf, 32 Prozent nutzen bereits eigene Lernplattformen. Bis Ende 2025 wollen alle Unternehmen generelle Schulungskonzepte eingeführt haben. Dennoch bewerten fast zwei Drittel die KI-Kompetenz ihrer Belegschaft bislang als niedrig.

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Datenqualität als größte Barriere

Unternehmensweite Leitlinien sollen Transparenz sichern und rechtliche Risiken minimieren. Während 16 Prozent der HändlerInnen als Early Adopter agieren, stecken 15 Prozent noch im Aufbau grundlegender Strukturen. Besonders Projekte mit KundInnenfokus - Personalisierung, Marketing-Automatisierung oder Nachfrageprognosen - gelten als Differenzierungsfaktor.

"Die größten Barrieren für den erfolgreichen Einsatz von KI liegen weniger in der Technologie selbst als in der Qualität, Konsistenz und strukturellen Einbettung der Datenprozesse", betont EHI-Studienautorin Imke Hahn . Zwei Drittel der Befragten bewerten die Datenintegration als schlecht, nur 13 Prozent als gut.

66 Prozent setzen auf Hyperscaler wie Amazon Web Services, Microsoft Azure oder Google Cloud. Gleichzeitig verfolgt ein Teil der HändlerInnen hybride Modelle, um sensible Daten in geschützten Umgebungen zu halten. Für 21 Prozent ist die ausschließliche Speicherung auf europäischen Servern entscheidend. Sorgen bereiten Kontrollverlust, Abhängigkeiten und die mögliche Zweckentfremdung sensibler Daten.
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