MediaMarktSaturn-Mutter übertrifft Ergebnisziel und verkleinert deutsches Filialnetz
27.10.2026 Ceconomy steigert Umsatz und bereinigtes Betriebsergebnis im Geschäftsjahr 2025/26. Während Dienstleistungen, Marktplatzgeschäft und Handelswerbung künftig einen größeren Teil des Bruttoertrags liefern sollen, sinkt die Zahl der deutschen Märkte auf 390.
Die Muttergesellschaft von MediaMarktSaturn beziffert das währungs- und portfoliobereinigte Umsatzwachstum auf 5,3 Prozent. Diese Wachstumsrate gilt vor Anwendung des Rechnungslegungsstandards IAS 29. Auch flächenbereinigt in lokaler Währung betrug das Plus 5,3 Prozent. Getragen wurde der Umsatzanstieg im Gesamtjahr von West- und Südeuropa sowie Osteuropa.
Wachstum beschleunigt sich im Schlussquartal
Im vierten Quartal legte der Umsatz währungs- und portfoliobereinigt sowie vor Anwendung von IAS 29 um 6,5 Prozent zu. Flächenbereinigt in lokaler Währung betrug das Wachstum 6,9 Prozent. Anders als im Gesamtjahr trugen im Schlussquartal sämtliche Regionen zum Wachstum bei. Besonders gut entwickelten sich nach Unternehmensangaben die Kategorien Haushaltsgeräte sowie Informationstechnik und Mobilgeräte.Zugleich war das Schlussquartal das 15. Quartal in Folge, in dem Ceconomy seine Profitabilität gegenüber dem jeweiligen Vorjahreszeitraum steigerte. Der Net Promoter Score als Kennzahl für die Weiterempfehlungsbereitschaft erreichte mit 64 einen neuen Höchststand.
Dienstleistungen, Marktplatz und Handelswerbung sollen mehr beitragen
Bis zum Geschäftsjahr 2028/29 strebt Ceconomy ein bereinigtes Betriebsergebnis von rund 800 Millionen Euro an. Die Wachstumsfelder Dienstleistungen und Lösungen, Marktplatzgeschäft sowie Handelswerbung sollen bis dahin zusammen mehr als die Hälfte des Bruttoertrags der Gruppe erwirtschaften.Remko Rijnders , Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand von Ceconomy, kündigt an: "Im kommenden Geschäftsjahr werden wir diese Bereiche ausbauen, unser Kerngeschäft weiter stärken und Technologie sowie künstliche Intelligenz gezielt einsetzen." Konkrete Umsatz- oder Ergebniszahlen für die einzelnen Wachstumsfelder nennt das Unternehmen nicht.
Deutschland verliert unter dem Strich 13 Standorte
Das deutsche Filialnetz umfasste zum 30. September 2026 noch 390 Standorte, nach 403 ein Jahr zuvor. Einer Eröffnung beziehungsweise einem Zugang standen 14 Schließungen beziehungsweise Abgänge gegenüber. In Österreich blieb die Zahl mit 56 Märkten unverändert, in der Schweiz sank sie von 45 auf 44.Konzernweit blieb das Standortnetz nahezu konstant: Zum Geschäftsjahresende zählte Ceconomy 1.068 Märkte nach 1.067 im Vorjahr. Insgesamt verzeichnete das Unternehmen 21 Eröffnungen beziehungsweise Zugänge und 20 Schließungen beziehungsweise Abgänge. Die Zahl der Standorte in West- und Südeuropa stieg von 340 auf 352, in Osteuropa von 183 auf 186.
Die veröffentlichten Finanzzahlen sind vorläufig und ungeprüft. Das ausgewiesene Betriebsergebnis ist unter anderem um Einmaleffekte bereinigt. Die vollständigen Jahresergebnisse will Ceconomy am 14. Dezember 2026 vorlegen.
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