Studie

Preisaktionen steigern die Wechselbereitschaft der KundInnen

von Susan Rönisch

01.06.2026 Rabatte und Sonderangebote prägen das Einkaufsverhalten der Deutschen stärker denn je. Laut einer aktuellen Umfrage reagieren fast alle KonsumentInnen auf Preisaktionen, während die Kaufentscheidung zunehmend online vorbereitet wird.

 (Bild: Pixabay/ bykst)
Bild: Pixabay/ bykst
97 Prozent der Deutschen lassen sich bei ihren Einkäufen von Rabatten und Angeboten beeinflussen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "The State of Shopping 2026" von Shopfully  . 58 Prozent der Befragten geben sogar an, dass Sonderangebote ihre Kaufentscheidungen stark oder sehr stark beeinflussen.

Die anhaltend angespannte Konsumstimmung verstärkt die Preissensibilität. 67 Prozent erwarten keine Verbesserung ihrer Kaufkraft. Mehr als die Hälfte der Befragten versucht steigende Kosten auszugleichen, indem sie gezielt Produkte im Angebot kauft und sich an der größten Ersparnis orientiert (53 Prozent). 38 Prozent verteilen ihre Einkäufe auf mehrere Händler, um die besten Angebote zu nutzen.

Stationärer Handel bleibt wichtig

Trotz zunehmender Digitalisierung bleibt der stationäre Handel der wichtigste Einkaufskanal. 56 Prozent kaufen überwiegend im Geschäft ein, während nur drei Prozent ausschließlich online einkaufen. 41 Prozent nutzen beide Kanäle gleichermaßen.

Besonders ausgeprägt ist die Store-Orientierung bei Lebensmitteln und Getränken. Hier kaufen 97 Prozent überwiegend stationär ein. Bei Hygiene- und Beautyprodukten liegt der Anteil bei 89 Prozent. Auch in den Warengruppen Bekleidung und Mode (68 Prozent) sowie Elektronik und Technologie (62 Prozent) dominiert weiterhin der Einkauf im Geschäft.

Kaufentscheidungen beginnen häufig online

Die Informationssuche verlagert sich jedoch zunehmend ins Digitale. 54 Prozent der Befragten recherchieren vor dem Kauf immer oder häufig online, weitere 26 Prozent zumindest gelegentlich. Nur sechs Prozent verzichten nach eigenen Angaben vollständig auf die Online-Recherche.

Als wichtigste Informationsquellen nennen die VerbraucherInnen Online-Marktplätze (47 Prozent) sowie Websites und Apps mit Prospekten, Werbeaktionen und Angeboten (45 Prozent). Händler- und Markenwebsites erreichen 34 Prozent, Suchmaschinen 31 Prozent und Preisvergleichsportale 27 Prozent.

, Country Manager Germany bei Shopfully, sieht darin einen klaren Trend: "Der stationäre Handel bleibt zentral, aber die Kaufentscheidung wird immer häufiger digital vorbereitet."
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