Shein-Sperre: Plattform bleibt unter Beobachtung
11.11.2025 Die französische Regierung verzichtet vorerst auf eine Sperre der Billig-Plattform Shein. Nach Entfernung illegaler Produkte bleibt die Seite online - doch Ermittlungen und Verfahren gegen den Händler laufen weiter.
Die französische Wettbewerbs-, Verbraucherschutz- und Anti-Betrugs-Behörde (DGCCRF) bestätigte, dass diese Produkte mittlerweile nicht mehr angeboten werden. Dennoch stehe Shein weiterhin "unter strenger Beobachtung der staatlichen Behörden".
Ermittlungen und Gerichtsverfahren laufen weiter
Trotz des Rückzugs der Sperrforderung sind die juristischen Verfahren gegen das Unternehmen nicht abgeschlossen. Neben einem Gerichtsverfahren in Paris laufen vier Ermittlungen wegen des Verkaufs von Puppen mit kinderpornografischem Charakter. Außerdem hat der französische Zoll Hunderttausende Shein-Pakete beschlagnahmt, die nun überprüft werden.Auf EU-Ebene drängt Frankreich die Europäische Kommission auf ein koordiniertes Vorgehen gegen rechtswidrige Inhalte auf internationalen E-Commerce-Plattformen.
Weitere Plattformen geraten ins Visier
Nach Angaben der französischen Regierung sollen auch andere Online-Marktplätze überprüft werden, auf denen illegale Produkte entdeckt wurden. Premierminister Sébastien Lecornu forderte eine neue Lagebeurteilung innerhalb der kommenden Woche.Abonnieren Sie unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter!

