Frankreich will Temu, Shein und Co. 2026 härter regulieren
09.02.2026 Frankreich verschärft den Kurs gegen internationale E-Commerce-Plattformen. Ab 2026 will die Regierung stärker gegen Anbieter vorgehen, die nach Ansicht der Politik Verantwortung für ihre Produkte umgehen. Händler vor Ort könnten davon direkt profitieren.
Nach Darstellung des Ministers entziehen sich viele Plattformen bislang der Produkthaftung, während stationäre Händler deutlich strengeren Auflagen unterliegen. Diese Ungleichbehandlung wolle die Regierung nicht länger hinnehmen. Auslöser der aktuellen Debatte ist unter anderem öffentliche Kritik am Verkauf problematischer Produkte über internationale Marktplätze (wir berichteten: Sexpuppen und Waffen - Frankreich droht Shein mit Abschaltung).
Ein Gericht hatte im Dezember eine befristete, dreimonatige Sperre von Shein abgelehnt. Die französische Regierung geht gegen diese Entscheidung vor und sieht darin zugleich Anlass, den rechtlichen Rahmen grundsätzlich zu überarbeiten (wir berichteten: Shein-Sperre - Plattform bleibt unter Beobachtung).
Gesetz soll Plattform-Sperren erleichtern
Laut Papin arbeitet die Regierung an einem neuen Gesetz, das es ermöglichen soll, Online-Plattformen künftig auch ohne vorherige richterliche Genehmigung vorübergehend zu sperren. Ziel ist es, schneller auf Verstöße gegen Verbraucher-, Jugend- oder Produktschutz reagieren zu können.Für HändlerInnen im stationären und digitalen Handel in Frankreich könnte die geplante Verschärfung zu faireren Wettbewerbsbedingungen führen. Internationale Plattformen würden stärker in die Pflicht genommen, während nationale Anbieter von einheitlicheren Regeln profitieren könnten.
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