Branche

Quartalszahlen: Onlinehandel wächst kräftig

von Christian Gehl

13.04.2026 Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten legt der Onlinehandel weiter zu. Marktplätze und chinesische Anbieter sorgen für ein kräftiges Wachstum, während klassische Onlineshops schwächeln.

Um 3,6 Prozent nahmen die Verbraucherausgaben im Onlinehandel zwischen Januar und März zu. (Bild: Shutterstock/Hampleton)
Bild: Shutterstock/Hampleton
Um 3,6 Prozent nahmen die Verbraucherausgaben im Onlinehandel zwischen Januar und März zu.
Um 3,6 Prozent auf rund 20,4 Milliarden Euro ist der Umsatz im deutschen Onlinehandel im Vergleich zum Vorjahresquartal gewachsen, ergibt eine aktuelle Auswertung des Verbands bevh    basierend auf Verbraucherumfragen. Die Branche befindet sich seit dem 2. Quartal 2024 wieder im Aufwind.

Besonders stark entwickeln sich weiterhin Sortimente des täglichen Bedarfs. Lebensmittel legten um 12,3 Prozent zu, Drogerieartikel inklusive Kosmetik um 10,1 Prozent. Auch Medikamente verzeichneten mit 9,8 Prozent ein deutliches Plus.

Auch saisonale Sortimente zogen frühzeitig an: Hobby- und Freizeitartikel steigerten ihren Umsatz um 6,2 Prozent, Baumarktartikel und Blumen um 5,0 Prozent. Stabil bleibt der Modehandel mit einem Plus von 3,6 Prozent bei Bekleidung und 3,7 Prozent bei Schuhen. Deutlich schwächer entwickelten sich hingegen Unterhaltungsmedien wie Bücher und E-Books mit nur 0,2 Prozent Wachstum.

Umsatzveränderungen im E-Commerce nach Quartalen (Bild: bevh)
Bild: bevh
Umsatzveränderungen im E-Commerce nach Quartalen


Ein klarer Gewinner bleibt der Marktplatzhandel. Umsätze über Plattformen stiegen um 5,2 Prozent und damit stärker als der Gesamtmarkt. Multichannel-Händler kamen auf 3,9 Prozent Wachstum, während reine Onlineshops nur um 0,6 Prozent zulegen konnten.

Chinesische Wettbewerber gewinnen weiter an Bedeutung. Die Plattformen Temu  , Shein   und AliExpress   steigerten ihren Umsatz zusammengenommen um 12,9 Prozent auf 990 Millionen Euro. Ihr Marktanteil wuchs von 4,5 Prozent auf 4,9 Prozent.

Die Ergebnisse basieren auf einer Verbraucherumfrage von Beyondata   für den bevh, die in den ersten drei Monaten dieses Jahres durchgeführt wurde.

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