Zoll für Billigwaren soll den Trashcommerce à la Shein und Temu eindämmen
14.11.2025 Die Europäische Union will künftig auch Waren mit einem Wert von unter 150 Euro mit Zöllen belegen.
Mitgliedstaaten fordern schnelle Umsetzung
Ursprünglich plante die Europäische Kommission, die Zollfreiheit erst im Jahr 2028 zu beenden. Aufgrund der enormen Paketmengen und deutlicher Kritik aus der Wirtschaft schlug Handelskommissar Maro? ?ef?ovi? den Finanzministern vor, die sogenannte De-minimis-Freigrenze bereits im ersten Quartal 2026 aufzuheben.In einem Schreiben an die Minister betonte er, der bisherige Zeitplan sei mit der Dringlichkeit der Situation unvereinbar und diese Wettbewerbsverzerrung müsse unverzüglich beseitigt werden.
Am 12. Dezember soll festgelegt werden, wie Pakete schneller mit Gebühren belegt werden können. Unabhängig davon hat die Europäische Union bereits im Mai beschlossen, Kleinsendungen ab 2026 mit einer Bearbeitungsgebühr von zwei Euro pro Paket zu versehen.
Positive Signale aus Deutschland
Günther Althaus , Präsident des Deutschen Mittelstandsverbands, bezeichnete die Entscheidung als überfälligen Schritt hin zu fairem Wettbewerb in Europa. Er forderte, die Zollbehörden personell und digital so auszustatten, dass sie den wachsenden Warenverkehr wirksam kontrollieren können.Der deutsche Finanzminister Lars Klingbeil sprach von einem wichtigen Signal, dass wir keine minderwertige Ware aus China wollen und unsere Märkte schützen. Die Umsetzung müsse nun so schnell wie möglich erfolgen.
Der Handelsverband hatte der Bundesregierung erst kürzlich vorgeworfen, nicht ausreichend gegen Anbieter wie Temu und Shein vorzugehen.
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