Modehandel fordert stärkere Kontrollen bei asiatischen Onlineplattformen
13.03.2026 Der BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren fordert von Bundesregierung und EU wirksame Maßnahmen gegen den Import schadstoffbelasteter Billigware über Plattformen wie Temu und Shein. Hintergrund seien Wettbewerbsverzerrungen, die den regulär arbeitenden Handel unter Druck setzen.
Untersuchungen belegten wiederholt Verstöße gegen EU-Standards. So zeigten Tests des Bremer Umweltinstituts , dass 25 von 31 überprüften Textilprodukten die Grenzwerte der EU-Chemikalienverordnung REACH überschritten. Bereits 2025 hatte die Stiftung Warentest auf Produkte hingewiesen, die nicht den EU-Standards entsprachen.
Der BTE kritisiert, dass Plattformen wie Temu und Shein erst auf öffentliche Kritik reagieren. Ein Geschäftsmodell, das nur unter Druck Anpassungen vornimmt, könne keinen verlässlichen Verbraucher-, Gesundheits- oder Umweltschutz gewährleisten. Gleichzeitig begrüßt der Verband die Einleitung eines Verfahrens der Europäischen Kommission gegen Shein auf Grundlage des Digital Services Act.
Für den Verband sind nun konsequente Kontrollen bei der Einfuhr von Waren in die EU sowie eine stärkere Marktüberwachung notwendig. Bestehende Regulierungs- und Vollzugslücken müssten auf nationaler und europäischer Ebene geschlossen werden. Dazu gehöre auch die Abschaffung der 150-Euro-Zollfreigrenze, die der BTE bereits zuvor gefordert hatte.
Der Verband betont, dass ein gleiches Wettbewerbsniveau für alle Marktteilnehmer entscheidend sei. Ähnliche Forderungen hat auch der Handelsverband Deutschland (HDE) gestellt. Fairer Wettbewerb sei nur möglich, wenn Anbieter wie Temu und Shein bei Verstößen konsequent zur Rechenschaft gezogen werden.
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