Galaxus zieht im Schweizer Onlinehandel davon
06.07.2026 Der Schweizer Onlinehandel konzentriert sich weiter auf wenige große Plattformen: Galaxus ist erstmals klare Nummer eins, Temu wächst rasant und Amazon verliert ohne Schweiz-Fokus an Dynamik.
Erstmals erreichen vier Anbieter im Schweizer Onlinehandel einen Milliardenumsatz. Neben Galaxus und Zalando gehören dazu Digitec mit 1,05 Milliarden Schweizer Franken sowie Temu mit einer Milliarde Schweizer Franken. Auffällig ist dabei vor allem die Wachstumsverteilung: Galaxus und Temu vereinen nach Carpathia-Angaben zusammen ein Plus von 950 Millionen Schweizer Franken auf sich.
Top 50 kontrollieren 90 Prozent des Marktes
Die 50 größten B2C-Onlineshops erzielen zusammen 14,2 Milliarden Schweizer Franken Umsatz. Bei einem Gesamtmarkt von 15,8 Milliarden Schweizer Franken entspricht das einem Marktanteil von 90 Prozent. Allein die fünf größten Anbieter kommen auf 7,1 Milliarden Schweizer Franken Umsatz.Die ersten sechs Anbieter des Rankings arbeiten ganz oder teilweise als Marktplätze. Neben Galaxus, Zalando, digitec und Temu zählen dazu Amazon mit 950 Millionen Schweizer Franken sowie Ricardo mit 880 Millionen Schweizer Franken. Carpathia wertet dies als Zeichen für eine hohe Akzeptanz des Marktplatzmodells bei Schweizer KundInnen.
Amazon wächst dagegen seit Jahren nur verhalten. Carpathia sieht darin eine Folge des fehlenden Schweiz-Fokus. Während Galaxus und Temu stark zulegen, kommt Amazon im Ranking nur noch auf ein Plus von 40 Millionen Schweizer Franken gegenüber dem Vorjahr.
Omnichannel bleibt marktfähig
Insgesamt wachsen 80 Prozent der Top 50 oder halten ihr Umsatzniveau gegenüber dem Vorjahr. Besonders Heimelektronik- und Fashion-Anbieter können sich in einem wettbewerbsintensiven Markt behaupten. Unter den Top 15 liegen unter anderem BRACK.CH , coop.ch , Migros , AliExpress , Nespresso , IKEA , Shein , Interdiscount und Apple .Der Blick auf Coop zeigt zugleich, dass Omnichannel-Modelle weiterhin funktionieren können. Neben coop.ch nennt Carpathia in diesem Zusammenhang auch Interdiscount, Fust und Jumbo als Belege dafür, dass stationäre Handelsstrukturen mit fokussierten Onlineangeboten im Markt bestehen können.
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