DHL Group: Umsatz sinkt, Gewinn steigt
05.08.2025 Der Logistikkonzern DHL Group hat das zweite Quartal 2025 mit Ergebniswachstum abgeschlossen. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Prozent auf 19,8 Milliarden Euro, während das Unternehmen die Profitabilität steigerte. Das operative Ergebnis stieg um 5,7 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro; die EBIT-Marge verbesserte sich um 0,7 Prozentpunkte auf 7,2 Prozent.
Der Konzern rechnet weiterhin mit einem gedämpften makroökonomischen Umfeld. Von den Kostenmaßnahmen wird ein positiver Beitrag zur Ergebnisentwicklung erwartet. Auf Basis dieser Annahmen bleibt die Prognose für das Geschäftsjahr 2025 unverändert. Der Logistik-Konzern rechnet weiterhin mit einem operativen Ergebnis von mindestens 6 Milliarden Euro und einem Free Cashflow (ohne M&A) von etwa 3 Milliarden Euro. Dieser Ausblick berücksichtigt keine möglichen weiteren Eskalationen der Zoll- oder Handelspolitik; solche Veränderungen könnten erhebliche Auswirkungen auf die DHL Group haben.
E-Commerce: struktureller Wachstumstrend intakt, konjunkturell langsameres Volumenwachstum
DHL eCommerce verzeichnete in einigen Märken ein konjunkturell bedingt langsameres Volumenwachstum. Das operative Ergebnis ging auch infolge kontinuierlicher Investitionen in den Ausbau der Netze zurück. Der strukturelle E-Commerce-Trend bleibt weiterhin intakt.
Post & Paket Deutschland: Preisanpassungen und Kostenverbesserungen stabilisieren Ergebnis
Trotz einer konjunkturell bedingt geringeren Wachstumsdynamik im Paketgeschäft, einem anhaltenden Rückgang der Briefmengen und Belastungen aus Tarifvereinbarungen konnte Post & Paket Deutschland sein operatives Ergebnis weiter stabilisieren. Die positive Ergebnisentwicklung geht auf das Paketgeschäft, Preisanpassungen sowie strukturelle Kostenverbesserungen zurück.
Express: Ergebniswachstum trotz Volumenrückgang
DHL Express verzeichnete wie erwartet einen Rückgang bei zeitgenauen internationalen Sendungen (Time Definite International, TDI). Dennoch konnte die Division trotz Umsatzrückgangs beim operativen Ergebnis zulegen und die EBIT-Marge weiter verbessern.
Global Forwarding, Freight: volatile Volumenentwicklung
DHL Global Forwarding, Freight war mit einer volatilen Volumen- und Frachtratenentwicklung in Folge der Handelskonflikte konfrontiert. Während die Luftfrachtvolumen gegenüber dem Vorjahresquartal leicht zulegten, gingen die Seefrachtvolumen zurück. Umsatz- und Ergebnisentwicklung waren darüber hinaus von der konjunkturellen Schwäche im deutschen und europäischen Straßenfrachtgeschäft beeinflusst.
Supply Chain: anhaltendes Ergebniswachstum
DHL Supply Chain hat sein operatives Ergebnis im zweiten Quartal weiter verbessert. In den berichteten Zahlen ist ein positiver, M&A-bedingter Nettosondereffekt in Höhe von 54 Millionen Euro enthalten - hauptsächlich aus der erstmaligen Vollkonsolidierung des ASMO Joint Ventures in Saudi-Arabien. Aber auch ohne Sondereffekte konnte die Division beim operativen Ergebnis und der EBIT-Marge zulegen. Das profitable Wachstum wird dabei unter anderem durch fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung unterstützt.
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