Onlinehandel zieht dem Einzelhandel davon
02.10.2026 Während der deutsche Einzelhandel im August preisbereinigt noch unter dem Vorjahresniveau lag, wächst der Online- und Versandhandel deutlich. Auch gegenüber dem Vormonat fällt das Plus im E-Commerce fast dreimal so hoch aus wie im Gesamtmarkt.
Auch im kurzfristigen Vergleich zeigt sich der Abstand: Gegenüber Juli legte der Online- und Versandhandel kalender- und saisonbereinigt real um 3,7 Prozent zu. Der gesamte Einzelhandel kam auf ein Plus von 1,3 Prozent. Damit wuchs der Onlinehandel im Monatsvergleich beinahe dreimal so stark. Das gleiche Bild zeigt sich bei den nicht preisbereinigten Umsätzen. Der Internet- und Versandhandel setzte im August nominal 4,4 Prozent mehr um als im Juli. Im gesamten Einzelhandel betrug das Plus lediglich 1,7 Prozent.
Gegenüber August 2025 stiegen die nominalen Umsätze im Online- und Versandhandel um 4,8 Prozent. Der Einzelhandel insgesamt erreichte ein Plus von 2,6 Prozent. Während sich das nominale Wachstum des Gesamtmarkts damit zumindest teilweise durch höhere Preise erklären lässt, wächst der Onlinehandel auch preisbereinigt deutlich.
Auch gegenüber dem für den E-Commerce besonders relevanten Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln fällt die Entwicklung stärker aus. Der Nonfood-Handel steigerte seine realen Umsätze gegenüber Juli um 1,6 Prozent, verlor gegenüber August 2025 aber 0,8 Prozent. Der Internet- und Versandhandel kam in denselben Vergleichszeiträumen auf plus 3,7 beziehungsweise plus 3,5 Prozent.
Die August-Zahlen zeigen damit zwei unterschiedliche Entwicklungen: Kurzfristig erholt sich der Einzelhandel insgesamt gegenüber dem schwachen Juli, im längerfristigen Vergleich mit dem Vorjahr liegt der reale Umsatz jedoch weiterhin im Minus. Der Online- und Versandhandel wächst dagegen in beiden Vergleichszeiträumen.
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