Omnichannel

Textilhandel unter Druck: Digitalisierung und Online-Plattformen verändern den Markt

von Susan Rönisch

26.08.2025 Der deutsche Textilhandel verliert an Boden: Umsatzrückgänge im stationären Modehandel, wachsende Konkurrenz durch Plattformen wie Shein und Temu und eine steigende Online-Affinität stellen die Branche vor tiefgreifende Herausforderungen. Eine aktuelle Studie zeigt, warum Modehändler dennoch entscheidend für die Attraktivität der Innenstädte bleiben - und welche Strategien jetzt gefragt sind.

 (Bild: Pixabay/ 652234)
Bild: Pixabay/ 652234
Der deutsche Einzelhandel befindet sich im Wandel - mit klaren Gewinnern und Verlierern. Laut der aktuellen EHI-Studie "Stationärer Einzelhandel Deutschland 2025"   dominiert der Lebensmittelhandel mit über 63 Prozent den stationären Umsatz, während der Textilhandel mit einem Marktanteil von 6,5 Prozent weiter an Bedeutung verliert. Rund 19.000 Verkaufsstellen zählt die Branche, die als Frequenzbringer für deutsche Innenstädte gilt.

Preview von Anteil der Branchen mit eigenem Onlineshop

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Doch die Rolle des Modehandels als Kundenmagnet gerät zunehmend unter Druck. Der stationäre Umsatz sank 2024 um 0,6 Prozent - ein weiterer Rückgang nach schwachen Jahren zuvor. Besonders kleinere Fachhändler leiden unter den strukturellen Veränderungen, während sich die Umsätze zunehmend bei großen Ketten konzentrieren. Die Top 3 der Branche führen H&M (2,27 Mrd. Euro), Deichmann (1,9 Mrd. Euro) und C&A (1,6 Mrd. Euro) an.

Ein zentraler Treiber der Veränderungen ist die Digitalisierung: Über 70 Prozent der Mode- und Accessoires-Anbieter betreiben inzwischen einen eigenen Onlineshop - deutlich mehr als Branchen wie Hobby & Freizeit. Der Onlineanteil wächst stetig, während aggressive internationale Plattformen wie Shein und Temu mit Niedrigpreisen und schneller Lieferung zusätzlichen Druck auf etablierte Händler ausüben.

Preview von Verteilung der Umsatzanteile am stationären Einzelhandel nach Sortiment

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"Der Modehandel ist nach wie vor der Hauptgrund für den Besuch vieler Innenstädte, doch die Marktstrukturen verschieben sich radikal", erklärt Marco Atzberger, Mitglied der EHI-Geschäftsleitung. Er fordert mehr Zusammenarbeit zwischen Städten, Immobilienbesitzern und lokalem Handel, um Modegeschäfte als Erlebnis- und Ankerstandorte zu stärken.

Die Studie zeigt zudem klare Unterschiede innerhalb des Segments: Vollsortimenter wie klassische Modehäuser erwirtschaften 56,7 Prozent des Branchenumsatzes, Schuh- und Lederwarenhändler 15,6 Prozent, während Textildiscounter auf 17,7 Prozent kommen. Gerade die preisorientierten Anbieter profitieren von Kaufzurückhaltung und veränderten Konsumgewohnheiten.

Für die Zukunft gilt: Erfolgreich sind vor allem Händler, die stationäre Stärken mit digitalen Strategien verknüpfen. Wer Sortimente konsistent über alle Kanäle spielt, Service-Qualität ausbaut und KundInnen sowohl online als auch vor Ort anspricht, hat Chancen, sich im härter werdenden Wettbewerb zu behaupten.

Die EHI-Studie macht deutlich: Der deutsche Textilhandel steht an einem Scheideweg. Während der Lebensmittelhandel stabil bleibt, braucht die Modebranche mehr Innovationskraft - und ein klares Bekenntnis zu Omnichannel.
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