Betrug im Onlinehandel: Österreich blickt auf deutsche Warnsignale
23.10.2026 Auch in Österreich ist Betrug im Onlinehandel weit verbreitet: Fast zwei Drittel der befragten Shops haben entsprechende Erfahrungen gemacht. Die deutschen Vergleichsdaten zeigen eine noch höhere Betroffenheit, insbesondere bei Identitätsbetrug und der Übernahme von Kundenkonten.
Bei der Übernahme fremder Kundenkonten unterscheiden sich die Ergebnisse deutlich: Während 17 Prozent der österreichischen Händler diese Betrugsform nennen, sind es in Deutschland 56 Prozent. Identitätsbetrug nennen 75 Prozent der deutschen Befragten als Problem. In Österreich zählen Streitfälle über den Warenerhalt, manipulierte Namens- und Adressdaten sowie Identitätsmissbrauch zu den größten Herausforderungen.
Hohe Schäden bei einzelnen Händlern
Zehn Prozent der befragten österreichischen Onlinehändler berichten von jährlichen Betrugsschäden zwischen 50.000 und 100.000 Euro. Einzelne betrügerische Bestellungen verursachten Verluste von mehr als 10.000 Euro, vereinzelt sogar über 25.000 Euro. Hinzu kommt Aufwand für interne Prüfungen, Reklamationen und Kundenkommunikation.Maßnahmen zur Betrugserkennung setzen 50 Prozent der österreichischen Befragten ein, weitere 17 Prozent planen entsprechende Investitionen. Als Herausforderungen nennen die Unternehmen das Erkennen neuer Betrugsmuster und die Balance zwischen Sicherheit und einem möglichst reibungslosen Einkauf.
Zwei Befragungen als Vergleichsbasis
Die österreichische Erhebung umfasst 99 Onlinehändler, die deutsche Vergleichsbefragung 76 Unternehmen. Angaben zum Erhebungszeitraum und zur Repräsentativität enthält die Mitteilung nicht.
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