Shopware-Umfrage 2026

Retailer blicken trotz Herausforderungen optimistisch auf das Jahr

von Susan Rönisch

20.03.2026 Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten und steigender Kosten hält die Branche Kurs: Die Shopware-Jahresumfrage 2026 zeigt, dass Online- und Omnichannel-Händler ihre Geschäftslage überwiegend als stabil einschätzen und Investitionen in Digitalisierung und KI planen.

 (Bild: ChatGPT/Sebastian Halm)
Bild: ChatGPT/Sebastian Halm
Der deutsche Onlinehandel zeigt sich zu Beginn des Jahres 2026 stabil und optimistisch. Zu diesem Ergebnis kommt die Händler-Jahresumfrage des ECommerce-Plattformanbieters Shopware   , an der 360 Online- und Omnichannel-Händler aus Deutschland teilgenommen haben. Die Befragung wurde im Februar und März 2026 durchgeführt - unmittelbar nach Ausbruch des Nahostkonflikts.

Mehrheit rechnet mit Umsatzwachstum

Laut Umfrage bewerten 46 Prozent der Händler ihre aktuelle Geschäftslage als "gut" oder "sehr gut". Weitere 32 Prozent stufen sie als neutral ein. Nur 22 Prozent sehen ihre Situation als schlecht oder sehr schlecht.

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So beurteilen Onlinehändler ihre Geschäftslage und Umsatz 2026

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Für das laufende Jahr sind die Erwartungen überwiegend positiv: 51 Prozent rechnen mit steigenden Umsätzen, darunter 11 Prozent, die ein starkes Wachstum von über zehn Prozent erwarten. 25 Prozent gehen von gleichbleibenden Umsätzen aus, während 26 Prozent mit Umsatzrückgängen rechnen. Insgesamt kalkulieren damit rund drei Viertel der Händler mindestens mit stabilen Geschäften.

Belastungen und Investitionsbereitschaft

Herausforderungen sehen die Händler vor allem im schwachen Konsumklima (60 Prozent), steigenden Kosten für Energie, Mieten, Marketing oder Logistik (54 Prozent) sowie in hoher Regulierung und Bürokratie (38 Prozent).

Trotz dieser Faktoren zeigen viele Unternehmen Investitionsbereitschaft: 47 Prozent planen Ausgaben für Digitalisierung und IT, 44 Prozent für Künstliche Intelligenz (KI) und 41 Prozent für Automatisierung. Lediglich 25 Prozent geben an, 2026 keine Investitionen vorzusehen. Im Personalbereich halten 68 Prozent ihre Beschäftigtenzahl konstant, 15 Prozent wollen neue Mitarbeitende einstellen.

KI gewinnt strategische Bedeutung

Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz nimmt im Handel weiter zu: 9 Prozent der befragten Händler geben an, dass KI bereits messbare Umsätze generiert. 43 Prozent sehen KI als wichtigen Effizienzfaktor, auch wenn der direkte Umsatzbeitrag noch nicht klar bezifferbar ist. Weitere 22 Prozent befinden sich in Pilotprojekten oder Planungsphasen. Insgesamt beschäftigen sich damit mehr als 70 Prozent der Unternehmen aktiv mit KI-Anwendungen.

Der Standort Deutschland wird von 31 Prozent der Händler als gut oder sehr gut bewertet, 40 Prozent als neutral. Die Mehrheit plant keine Standortveränderungen (67 Prozent). 6 Prozent prüfen eine Erweiterung ihres Filial- oder Logistiknetzes, 14 Prozent verstärkte Aktivitäten im Ausland.
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