Technologie

Otto baut internes Netzwerk für KI-Anwendungen auf

von Susan Rönisch

07.10.2026 Das Hamburger Traditionsunternehmen Otto schult explizit MitarbeiterInnen, die in den Fachbereichen konkrete Anwendungen für generative KI entwickeln und deren Einführung begleiten sollen. Für die zusätzliche Aufgabe erhalten sie mindestens 20 Prozent ihrer Arbeitszeit; das Programm ergänzt die bisherige interne Wissensvermittlung.

OTTO baut seine KI-Transformation weiter aus und etabliert ein Netzwerk aus GenAI-Enablement-Partnern, um generative KI in den Fachbereichen schneller und gezielter einzusetzen. (Bild: OTTO)
Bild: OTTO
OTTO baut seine KI-Transformation weiter aus und etabliert ein Netzwerk aus GenAI-Enablement-Partnern, um generative KI in den Fachbereichen schneller und gezielter einzusetzen.
Versandhändler Otto    hat 37 MitarbeiterInnen für ein internes Programm ausgewählt, das den Einsatz generativer künstlicher Intelligenz in den Fachbereichen voranbringen soll. Die sogenannten "GenAI-Enablement-Partner" sollen geeignete Anwendungsfälle identifizieren, priorisieren und umsetzen sowie die Nutzung der Technologie dauerhaft im Arbeitsalltag verankern.

Die TeilnehmerInnen wurden nach Nominierung oder Selbstbewerbung und persönlichen Auswahlgesprächen aufgenommen. Ihre Führungskräfte haben die zusätzliche Rolle freigegeben. Dafür können die MitarbeiterInnen mindestens 20 Prozent ihrer Arbeitszeit einsetzen. Zum Programm gehört eine fünftägige, auf Otto zugeschnittene Schulung von Bitkom   mit anschließender Zertifizierung. Die Ausbildung erfolgt in zwei Gruppen.

Fachbereiche sollen KI-Anwendungen gezielt umsetzen

Mit dem Programm ergänzt Otto sein bestehendes Netzwerk interner KI-BotschafterInnen. Diese haben in den vergangenen zwei Jahren vor allem Wissen über generative KI vermittelt, Anwendungsmöglichkeiten vorgestellt und erste Nutzungserfahrungen unterstützt. Die neuen PartnerInnen erhalten dagegen einen ausdrücklichen Umsetzungsauftrag: Sie sollen die Fachbereiche bei der Auswahl und Einführung konkreter Anwendungen begleiten.

Damit verbindet Otto die Weiterbildung mit einem festgelegten Zeitbudget und einer zusätzlichen Aufgabe innerhalb der Organisation. Das erklärte Ziel ist, KI stärker in Geschäftsprozesse zu integrieren und einen messbaren Nutzen zu erzielen. Welche Anwendungen zuerst umgesetzt werden und anhand welcher Kennzahlen das Unternehmen ihren Erfolg bewertet, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Vom KI-Wissen zur Anwendung im Arbeitsalltag

"Sie setzen konkrete Anwendungsfälle um und verankern Künstliche Intelligenz dort, wo sie den größten Mehrwert für Prozesse und Zusammenarbeit schaffen kann", erklärt Saskia Dupré  , Lead AI Adoption & Enablement bei Otto, zur Aufgabe der neuen PartnerInnen.

Das Unternehmen setzt damit beim Übergang von der Erprobung zur regelmäßigen Nutzung auf geschulte MitarbeiterInnen in den Fachbereichen. Diese sollen sowohl die Einführung von KI-Lösungen begleiten als auch deren dauerhafte Nutzung unterstützen. Angaben zu konkreten Projekten, eingesetzten Technologien oder zur Beteiligung externer Digitaldienstleister enthält die Mitteilung nicht.
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