DHL erzielt 22,4 Milliarden Euro Quartalsumsatz
05.08.2026 Die DHL Group hat Umsatz und operatives Ergebnis im zweiten Quartal deutlich gesteigert. Besonders das Expressgeschäft profitierte von einer höheren Nachfrage und Engpässen im internationalen Luftfrachtmarkt, während das deutsche Briefgeschäft weiter unter Druck stand.
Als Wachstumstreiber nennt der Konzern ein höheres transportiertes Sendungsgewicht bei DHL Express , Kapazitätsengpässe im internationalen Luftfrachtmarkt und die Weitergabe gestiegener Kraftstoffkosten. Zugleich hätten Ertrags- und Kapazitätsmanagement sowie strukturelle Kostensenkungen aus dem Programm Fit for Growth das Ergebnis gestützt.
Der Nettogewinn nach nicht beherrschenden Anteilen stieg um 23,9 Prozent auf eine Milliarde Euro. Der Free Cashflow ohne Übernahmen erreichte im ersten Halbjahr 1,8 Milliarden Euro nach 1,1 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.
Expressgeschäft steigert Ergebnis um 64 Prozent
DHL Express erhöhte den Umsatz im zweiten Quartal um 21,5 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis stieg um 64,3 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro, die Marge von 12,4 auf 16,8 Prozent.Zeitweise Engpässe im Luftfrachtmarkt führten nach Unternehmensangaben zu positiven Ergebniseffekten von rund 150 Millionen Euro. Auch DHL Global Forwarding profitierte von steigenden Luft- und Seefrachtvolumen. Der Umsatz der Sparte nahm um 17,9 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro zu, das operative Ergebnis um 21,9 Prozent auf 240 Millionen Euro.
Bei DHL Supply Chain wuchs der Umsatz um 12,9 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro. Das Ergebnis sank jedoch um 12,1 Prozent auf 305 Millionen Euro, weil das Vorjahresquartal durch positive Einmaleffekte begünstigt worden war.
Paketgeschäft wächst, Briefgeschäft belastet Ergebnis
Die Division Post & Paket Deutschland steigerte ihren Umsatz um 1,8 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis sank zugleich um 18,7 Prozent auf 135 Millionen Euro. Während das nationale und internationale Paketgeschäft weiter wuchs, gingen die Briefmengen zurück. Zusätzlich belasteten höhere Personal- und Transportkosten.Bei DHL eCommerce sank der ausgewiesene Umsatz um 3,7 Prozent auf knapp 1,6 Milliarden Euro. Bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte verzeichnete die Sparte laut DHL jedoch ein deutliches Wachstum. Der Wegfall des britischen Umsatzbeitrags nach dem Zusammenschluss mit Evri verzerrte den Vergleich.
"Die starke Umsatz- und Ergebnisentwicklung im zweiten Quartal zeigt, dass sich die konsequente Umsetzung unserer strategischen Maßnahmen auszahlt", sagt Tobias Meyer , Vorstandsvorsitzender der DHL Group.
Der Konzern hatte seine Prognose bereits im Juli angehoben und erwartet für 2026 nun ein operatives Ergebnis von mehr als 6,5 Milliarden Euro. Zuvor hatte DHL mehr als 6,2 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Das Ziel für den Free Cashflow ohne Übernahmen bleibt bei rund drei Milliarden Euro.
Zudem stockt DHL das laufende Aktienrückkaufprogramm um 500 Millionen Euro auf bis zu 6,5 Milliarden Euro auf und verlängert es bis Ende 2027. Die Investitionen lagen im ersten Halbjahr mit 1,3 Milliarden Euro 25 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Geld fließt unter anderem in Automatisierung, Digitalisierung, die Expressflotte sowie Logistiklösungen für Gesundheitswirtschaft, Batterien und Rechenzentren.
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